Dresden um den 13. Februar: Mahngang Täter*innenspuren 18.02.2024, 14:00 – 16:00

16. Februar 2024

Dieses Angebot nun auch auf 13.Februar.dresden.de. Natürlich unterstützen wir diese seit 2011 bereits für die „spezielle“ Situation in Dresden vom Aktionsbündnis „Nazifrei! Dresden stellt sich quer“ entwickelte Alternative der Erinnerung an die Bombardierung zum nahen Ende der Nazibarbarei 1945. Sie ist jedoch eine Form des Protestes gegen die nach wie vor zu kritisierende Pflege des Opfermythos der Stadt. Wieso sonst finden sich wieder tausend Nazifreunde zum „Trauermarsch“ durch Dresden, sicher geleitet und geduldet durch die (an die freiheitlich demokratische Gesetzgebung zum Versammlungsrecht gebundene?) Ordnungsbehörde? Selbst die dreizehn Jahre des zahmen Mahngang-Protestes haben die Gedenkpolitik nicht grundlegend verändert und es scheint auch nicht absehbar zu sein. Der Mahngang 2011 wurde sogar verboten, weil die angemeldete Route das Aufmarschgebiet der Neonazis gestört hätte. Das Verbot wurde nachträglich als rechtswidrig beurteilt. Alles weitere ist nachlesbar, z.B. bei Gedenkplätze.info. Ende 2012 kam ein Dokumentarfilm zur Erstaufführung in Dresden Come Together. Er spiegelte das Spezielle der Dresdner Erinnerungskultur wider. Und 2014 versuchte ein „Forum ERINNERN GESTALTEN“ eine erinnerungspolitische Einflussnahme. Bei der Auftakt-Veranstaltung mit 18 DiskursteilnehmerInnen war auch die Arbeitsgruppe „Mahngang Täterspuren“ vertreten mit einer kleinen Präsentation zur Debatte. Sowohl SZ als auch DNN berichteten. Von dieser Veranstaltung ist auf Dresden-Erinnern nichts mehr zu finden. Das Forum stellte wegen fehlender Mittel seine Online-Arbeit ein. Aber wie allen bisherigen bürgerlichen Initiativen fehlte diesem Forum ebenfalls ein wirksames Konzept zur Veränderung der „speziellen“ Dresdner Erinnerungskultur. Wir bleiben dabei – Gedenken zum 13. Februar abschaffen und Versammlungen mit diesem Zweck verbieten. Die Erinnerung an die mit der „demokratischen und freien Wahl“ der NSDAP an die Macht hervorgerufene Katastrophe der Bombardierung am 13. Februar 1945 kann für Betroffene gern als private Angelegenheit betrieben werden.

Großkundgebung 3. Februar, Theaterplatz Dresden, ab 13.00 Uhr

30. Januar 2024

Wir schließen uns an! Aber trotz der guten Mobilisierungskraft vieler beteiligter Organisationen und der Breite des zivilgesellschaftlichen Aktionsbündnisses https://wir-sind-die-brandmauer-dresden.org/ müssen wir uns in Anbetracht des Vermächtnisses, welches wir angenommen haben von den Überlebenden des KZ Buchenwald mit Ihrem Schwur vom 19. April 1945, auch kritisch äußern zur gegenwärtigen Situation. Denn wir sind der festen Meinung, dass wir heute ernten, was vor Jahrzehnten bereits in Westdeutschland, aber nicht nur dort gesät wurde. Die befreiten Häftlinge schworen:

„… Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht!
Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ (Vgl. https://dasjahr1945.de/der-schwur-von-buchenwald/)

Unsere Vereinigung der Verfolgten des NS-Regimes, gegründet 1947 auch von Überlebenden des KZ Buchenwald, wurde in der BRD als verfassungsfeindlich diffamiert und mit dem Verbot bedroht. Und gleichzeitig brachen die Machthabenden unter der Adenauer-Regierung den Prozess der Entnazifizierung ab. Alle weiteren Kontinuitäten einer unbewältigten nazifaschistischen Vergangenheit wurden hinreichend untersucht und der interessierten Öffentlichkeit bekanntgemacht, begleitet von hetzerischem Gezeter der wieder etablierten Verbrecher oder Mitläufer des am 8. Mai 1945 besiegten deutschen Nazi-Faschismus. Das alte Saatbeet dehnte sich mit der „Wiedervereinigung“ nach Ostdeutschland aus, und hier gedeiht seitdem wieder die von den Schwörenden des 19. April 1945 so verhasste alte-neue Saat, weil eben die „Wurzeln“ des „Nazismus“ bisher nicht vernichtet wurden, und zwar überall dort, wo die extreme Rechte immer stärker wird. Wer wissen will, warum nicht, kann es unter anderem hier nachlesen. „Der Schoß“ bleibt „fruchtbar noch“, solange wir mit den krisenhaften und unser Zusammenleben bedrohenden Prozessen in den „freiheitlichen Demokratien des Westens“ zu tun haben. Alles eine Mixtur, für die auch unsere Regierungen ein große Verantwortung tragen, und in Teilen auch viele Mitmenschen, zumindest als deren Wählerinnen und Wähler…

Montag, 18. Dezember 2023, 18.00 Uhr

13. Dezember 2023

Wir unterstützen die Veranstaltungen von Herz statt Hetze und ihren zivilgesellschaftlichen Bündnispartnern in Dresden und rufen zu aktiver, zahlreicher Teilnahme auf.

Einladung und https://hsh-dresden.de/

Und hier die Pressemitteilung der Initiative

Roter Teppich für  rassistische Pegida? – Pressemitteilung der Initiative „Herz statt Hetze“ zum 18.12.23

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Montag, dem 18.12.23 wird das Stadtzentrum in den Abendstunden zwischen Augustusbrücke und Carolabrücke auf beiden Seiten der Elbe für die rassistische Versammlung von Pegida freigeräumt. Hauptredner wird der Vorsitzende der Sächsischen AfD Jörg Urban sein. Die Partei ist vom Sächsischen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft.

Der sich gegen die Veranstaltung formierende Protest wird räumlich massiv eingeschränkt. Ein Wechsel von einer Versammlung zu einer anderen ist unmöglich.

Die ab 18:00 Uhr von der Initiative „Herz statt Hetze“ angezeigte Versammlung auf der Treppe zum Schlossplatz ist örtlich begrenzt, gegittert und nur über die Brühlsche Terrasse zu erreichen.

Die um 17:15 Uhr am Alaunpark startende Zubringerdemo der Gruppe „HOPE-fight racism“ darf die Augustusbrücke nicht betreten. Genehmigt wird lediglich ein begleitender Protest auf der Großen Meißner Straße zwischen beiden Brücken.

Die von der Partei die Linke gemeinsam mit den Gewerkschaften initiierte Demo vom Gewerkschaftshaus – Beginn 17:00 Uhr – ist aktuell ohne eine Information seitens der Behörde.

Dazu Rita Kunert von „Herz statt Hetze“: „Neutral sein bedeutet allen das Recht auf Versammlung zu ermöglichen. Neutral sein heißt aber nicht, das Stadtzentrum für eine rassistische Versammlung frei zu räumen. Es gibt genügend andere Plätze.“

„Höckes Besuch am 06.11. widersprachen viele Dresdner*innen gemeinsam. Sie überstimmten Pegida problemlos. Ein solches gemeinsames Agieren verhindert die Stadt diesmal komplett.“, ergänzt Dörte Drechsler, langjährige Mitstreiterin der Initiative, „Wir hoffen sehr, dass sich die Menschen von den Gegebenheiten nicht entmutigen lassen und alle Proteste zahlreich unterstützen.“

„Es ist einmal mehr beschämend für die Stadt Dresden, dass für Neonazis der rote Teppich ausgerollt wird. Diesmal wird Pegida sogar einen Teil der Route auf der für sie ungewohnten Elbseite absolvieren.“, so Arno Nühm von der Gruppe „Hope-Fight racism, “Hier sind nun auch die Neustädter*innen gefragt, dies nicht unwidersprochen hinzunehmen und sich den Protesten anzuschließen oder die eigenen, in Form von zivilem Ungehorsam, auf die Straße zu bringen.“

Klare Worte finden auch die Organisator*innen der am Gewerkschaftshaus startenden Demo: “Spätestens jetzt, nachdem die Sächsische AfD vom Sächsischen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wurde, ist es hohe Zeit, dass sich die demokratische Stadtgesellschaft kraftvoll gegen alle Parteien und Gruppierungen positioniert, die gegen eine demokratisch verfasste Gesellschaft, gegen das Recht auf Asyl und damit gegen die Universalität der Menschenrechte kämpft.“

Buchenwaldfahrt 2023

26. Februar 2023

Wir bieten dieses Jahr wieder die Beteiligung an der Fahrt zum Gedenken anlässlich des Jahrestages der Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ-Lagers Buchenwald zum Ettersberg bei Weimar. Dieses Gedenken ist im Jahr 2023 der Opfergruppe der Sinti und Roma gewidmet. Hier die offizielle Werbung der Initiatoren und Organisatoren dieser Fahrt.

Buchenwald – Fahrt mit uns zu den Gedenkfeierlichkeiten am 16. April 2023!

78. Jahrestag der Selbstbefreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald: DIE LINKE. und die VVN-BdA Region Dresden laden alle AntifaschistInnen ein, mit nach Buchenwald zu kommen. Dort habt ihr die Möglichkeit, mehr über Wege und Widerstand der inhaftierten Menschen zu erfahren. Zeigt mit frischen Blumen, dass keine Nazi-»Opfer« vergessen sind! Auch die Sinti und Roma nicht: 2023 sind sie Schwerpunkt des Gedenkens. Klare Kante gegen jede Menschenfeindlichkeit!

Per Reisebus ab Dresden
Sonntag, 16. April, 6.15 Uhr
Pirnaischer Platz (vorm Lidl)
~ 20.15 Uhr zurück

Zustieg Chemnitz
7.20 Uhr, Eissportzentrum (Parkplatz / Wittgensdorfer Straße)
~ 19.15 Uhr zurück

Anmeldung bis 30. März
0351 / 858 38 01
kontakt[at]dielinke-dresden.de
Bitte mitbringen: 23 € Unkostenbeitrag, 18 € ermäßigt. Problem damit? Wendet euch vertrauensvoll an uns und wir finden eine Lösung. Eure Anmeldung ist verbindlich. Bei Nichtteilnahme ohne Abmeldung bis spätestens 13. April oder Krankenscheinkopie ist der volle Beitrag zu überweisen.

+ Der Reisebus kostet richtig viel Geld und trotz viel ehrenamtlichen Engagements bleibt unterm Strich ein Minus. Bitte spendet!
DIE LINKE. Dresden
IBAN DE94 8505 0300 3120 1714 16
Ostsächsische Sparkasse
Betreff: »Buchenwaldtag-Spende«
Bitte gib unbedingt deine Adresse im Verwendungszweck an – nur so kann die Spende zugeordnet werden. Bitte gib auch an, wenn du eine Spendenquittung erhalten möchtest. Herzlichen Dank.

Aktiv werden – rund um den 13. Februar in Dresden

9. Februar 2023

Auf der aktuellen Seite, die vom Bündnis „Nazifrei! Dresden stellt sich quer“ ins Leben gerufen wurde, gibt es neue Angebote und Infos. Wir unterstützen die Aktivitäten wie jedes Jahr seit 2010.

https://dresden-nazifrei.com/wir-haben-neuigkeiten/

Und wir kündigen an, dass es zum 24. Februar notwendig werden wird, in Dresden erneut aktiv zu werden. Dieses Datum darf nicht missbraucht werden von falschen „Friedensengeln“. Neue Informationen alsbald hier.

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