Großkundgebung 3. Februar, Theaterplatz Dresden, ab 13.00 Uhr

30. Januar 2024

Wir schließen uns an! Aber trotz der guten Mobilisierungskraft vieler beteiligter Organisationen und der Breite des zivilgesellschaftlichen Aktionsbündnisses https://wir-sind-die-brandmauer-dresden.org/ müssen wir uns in Anbetracht des Vermächtnisses, welches wir angenommen haben von den Überlebenden des KZ Buchenwald mit Ihrem Schwur vom 19. April 1945, auch kritisch äußern zur gegenwärtigen Situation. Denn wir sind der festen Meinung, dass wir heute ernten, was vor Jahrzehnten bereits in Westdeutschland, aber nicht nur dort gesät wurde. Die befreiten Häftlinge schworen:

„… Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht!
Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ (Vgl. https://dasjahr1945.de/der-schwur-von-buchenwald/)

Unsere Vereinigung der Verfolgten des NS-Regimes, gegründet 1947 auch von Überlebenden des KZ Buchenwald, wurde in der BRD als verfassungsfeindlich diffamiert und mit dem Verbot bedroht. Und gleichzeitig brachen die Machthabenden unter der Adenauer-Regierung den Prozess der Entnazifizierung ab. Alle weiteren Kontinuitäten einer unbewältigten nazifaschistischen Vergangenheit wurden hinreichend untersucht und der interessierten Öffentlichkeit bekanntgemacht, begleitet von hetzerischem Gezeter der wieder etablierten Verbrecher oder Mitläufer des am 8. Mai 1945 besiegten deutschen Nazi-Faschismus. Das alte Saatbeet dehnte sich mit der „Wiedervereinigung“ nach Ostdeutschland aus, und hier gedeiht seitdem wieder die von den Schwörenden des 19. April 1945 so verhasste alte-neue Saat, weil eben die „Wurzeln“ des „Nazismus“ bisher nicht vernichtet wurden, und zwar überall dort, wo die extreme Rechte immer stärker wird. Wer wissen will, warum nicht, kann es unter anderem hier nachlesen. „Der Schoß“ bleibt „fruchtbar noch“, solange wir mit den krisenhaften und unser Zusammenleben bedrohenden Prozessen in den „freiheitlichen Demokratien des Westens“ zu tun haben. Alles eine Mixtur, für die auch unsere Regierungen ein große Verantwortung tragen, und in Teilen auch viele Mitmenschen, zumindest als deren Wählerinnen und Wähler…